Name: Jan Kohlert
Alter: 29 Jahre
Wohnort / Ortsteil: Pfraundorf
Familienstand / Kinder: ledig
Beruf / aktueller Arbeitgeber: selbst. Maler- und Lackierermeister Farbspiel Pfraundorf
Ehrenamtliche Tätigkeiten: 2. Vorstand und Jugendwart der Feuerwehr Pfraundorf
 


Warum kandidieren Sie für den Gemeinderat?
Ich kandidiere für den Gemeinderat, weil die Interessen der jüngeren Generation in der Gemeinde Raubling aktuell nur unzureichend vertreten sind. Viele Gemeinderäte sind seit mehreren Wahlperioden im Amt, was Erfahrung bringt, aber auch dazu führt, dass neue Sichtweisen und moderne Ansätze zu kurz kommen. Ich möchte frischen Wind in die kommunalpolitische Arbeit bringen, praxisnah denken und insbesondere die Perspektiven junger Bürger, junger Familien, Ehrenamtlicher und Selbständiger stärker einbringen. Entscheidungen im Gemeinderat sollen nicht nur verwaltet, sondern aktiv gestaltet werden – zukunftsorientiert, realistisch und umsetzbar.


Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?
Als selbständiger Maler- und Lackierermeister in der Gemeinde Raubling kenne ich die Herausforderungen, mit denen das örtliche Handwerk und der Mittelstand täglich konfrontiert sind. Ein zentrales Thema ist dabei der Mangel an geeigneten Gewerbeflächen. Raubling muss für ortsansässige Betriebe attraktiv bleiben, um Abwanderung in umliegende Gemeinden oder in die Stadt Rosenheim zu verhindern, und gleichzeitig gezielt neue Unternehmen ansiedeln zu können. Die Gewerbesteuer ist eine wichtige Einnahmequelle für die Gemeinde. Diese darf jedoch nicht ausschließlich durch eine Erhöhung des Hebesatzes gesteigert werden, sondern vor allem durch Wachstum, Ansiedlung und den Erhalt leistungsfähiger Betriebe.
Ein weiteres zentrales Anliegen ist für mich der bezahlbare Wohnraum. Die Gemeinde Raubling ist ein attraktiver Wohn- und Lebensraum – gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass auch Einheimische hier wohnen bleiben können. Ich sehe den gemeindlichen Wohnungsbau als einen wichtigen und richtigen Weg. Der Neubau in der PWA-Siedlung ist aus meiner Sicht ein erster Schritt in die richtige Richtung, den es konsequent weiterzuverfolgen gilt.


Welche drei Schwerpunkte möchten Sie in der kommenden Amtsperiode setzen?
• Stärkung des lokalen Handwerks und der Betriebe
Entwicklung und Ausweisung zusätzlicher Gewerbeflächen, damit ortsansässige Betriebe in Raubling bleiben und wachsen können und nicht gezwungen sind, in andere Gemeinden oder nach Rosenheim abzuwandern.
• Gemeindlichen Wohnungsbau gezielt vorantreiben
Umsetzung weiterer attraktiver und bezahlbarer Wohnbauprojekte für Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Raubling, insbesondere für junge Menschen, Familien und Einheimische.
• Nachhaltiger und praxisnaher Hochwasserschutz
Hochwasserschutz darf sich nicht ausschließlich auf theoretische Konzepte stützen. Die Erfahrungen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger müssen stärker einbezogen werden, um praktikable und wirksame Lösungen für die gesamte Gemeinde zu entwickeln.


Was möchten Sie für die Bürger konkret erreichen?
Gemeindepolitik muss nahbar, verständlich und transparent sein. Kurze Wege, klare Kommunikation und nachvollziehbare Entscheidungen sind dafür aus meiner Sicht entscheidend.
Ich möchte nicht Gemeinderat werden, um einen Titel zu tragen, sondern um die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger ernsthaft zu vertreten und mich aktiv für Lösungen einzusetzen, die der Gemeinde Raubling langfristig nutzen